Körperdialog

Schritt 4: Sich dankbar für das Neue öffnen

Auf dem Weg in das Labyrinth kommen wir bei dem 4. Schritt in der Mitte an.
Der erste Schritt entspricht dem Mut, den Weg zu beginnen. Oft gehen wir mit einer Frage, die uns gerade beschäftigt in das Labyrinth hinein. Wir haben vielleicht bestimmte Erwartungen über die Antwort oder über die Länge oder dem Zustand des Weges. Worauf lasse ich mich ein? Nach einigen Metern wird deutlich, es ist einfacher alle Erwartungen fallen zu lassen und einfach nur zu gehen – wahr nehmen, was ist. Dann kommen, bei Schritt 2,  die Wendungen, Richtungswechsel, die uns wie Umwege erscheinen. „Wozu das Ganze“, könnten wir uns fragen. Geduld ist von uns gefordert. Auf dem Weg im Labyrinth verlieren wir eventuell die Orientierung. „Wo bin ich, wo ist die Mitte, mein Ziel, meine Antwort?“. Jede Wendung schenkt uns eine neue Sicht auf den Weg oder auf die Dinge. Wir entdecken Zusammenhänge, wo wir zuvor keine gesehen haben. Wir entdecken die Resonanz, die uns mit den Mitmenschen verbindet, sie spiegeln uns etwas. Dann endlich landen wir ganz außen, haben die Mitte aus den Augen verloren. Nun, beim 3. Schritt der Veränderung, schauen wir unserer eigenen Angst ins Gesicht. Trauen wir uns, weiter zu gehen oder brechen wir lieber ab? Habe ich die Kraft durch „den Brunnen der Erkenntnis“ zu gehen? Kann ich das annehmen, was mir begegnen wird? Wie oft haben wir schon hier gestanden und sind nicht weiter gegangen? Dabei könnten wir entdecken, dass die Angst nichts anderes ist, als unser Motor, der Antrieb der mich auf die Suche geschickt hat, damit ich mein „wahres Ich“ finde. Wenn wir uns zutrauen, der Angst gegenüber zu treten, erfahren wir eine neue Freiheit. Wir kommen in der Mitte an. Und erkennen voller Dankbarkeit, welchen Weg wir zurückgelegt haben und wozu. Aber diese neuen Erkenntnisse lassen sich nicht so einfach in unser Leben integrieren. Moshe Feldenkrais sprach von dem Dschungel im Gehirn, durch den wir neue Wege schlagen müssen. Erst durch mehrfaches Gehen, wird aus einem zuvor noch schmalem Pfad ein ausgetretener Weg. So ist es auch mit unseren neuen Erkenntnissen. Zweifel hindern uns, diesen neuen Pfad zu gehen. Aus diesem Grund halten wir in der Mitte des Labyrinthes inne und fühlen unseren Körper. Spüren wir die Freiheit, die uns das neue Bewusstsein schenkt? Das Gefühl „Angekommen zu sein“? Fühlen wir ein neues Grundvertrauen meinen unverwechselbaren, eigenen Lebensweg zu gehen?
Hier in der Mitte können wir uns mit Mutter Erde verbinden, können uns ihr, die uns trägt, ganz neu anvertrauen. Und mit ihr auch unserem ureigenem Lebensweg. Auf der anderen Seite der dazugehörigen Polarität zur Erde steht der „Himmel“. Wer immer es für Sie sein mag, ob Gott oder ihr „Hohes Selbst“ oder die universelle Liebe, nehmen Sie sich in der Mitte die Zeit, der inneren Stimme zu lauschen und ihre Liebe zu spüren.
Nach diesem Moment der Stille nehmen wir dieses neue Bewusstsein: diese neuen Gedanken, Emotionen und das Körpergefühl mit auf den Rückweg, bzw. in unseren Alltag und erlauben der Veränderung in unserem Leben Einzug zu halten.