Impulse

Erdung im Sitzen

Nehmen Sie Ihr Fingerlabyrinth zur Hand. Setzen Sie sich aufrecht hin, beide Füße berühren fest den Boden. Legen Sie nun einen Finger auf den Eingang des Labyrinthes.

Führe deinen Finger auf den Weg des Labyrinthes. Fühle dabei jede Wendung, jede Biegung. Spüre auf dem Weg zur Mitte, wie du dich heute fühlst. Wie sitzt du auf dem Stuhl, bist du verspannt oder locker? Versuche auf dem Weg immer tiefer zu atmen, bis in den Beckenboden. Wenn du in der Mitte angekommen bist, lege das Labyrinth vor dich hin. Deine Hände liegen locker auf den Oberschenkeln. Atme weiterhin tief ein und aus. Stelle dir nun vor, das deine Füße Wurzeln bekommen. Sie wachsen durch den Fußboden, durch den Raum unter dir, bis sie die Erde erreichen. Gleichzeitig verlängert sich mit Hilfe deines Atems, deine Wirbelsäule. Auch dein Steißbein beginnt sich mit der Erde zu verwurzeln, indem du dir votstellst, wie aus dem Steiß ein Faden Richtung Erde wächst und sich nach Erreichen des Bodens dort verwurzelt. Wie sehen deine Wurzeln aus? Wie verlaufen sie, tief oder eher flach wurzelnd? Haben sie eine Farbe? Kannst du sie spüren? Vielleicht fühlt es sich an, als wenn deine Füße schwer werden oder sie werden warm? Spüre, wie deine Wirbelsäule sich aufrichtet. Genieße einen Moment diese feste Verwurzelung. Wenn du möchtest kannst du nun alles Schwere, das dich belastet in den Boden fließen lassen. Bei jedem Einatmen nimmst du die Kraft der Erde in dich auf, bei jedem Ausatmen gibst du deine Sorgen ab. Nach ca. 10 Atemzügen spüre noch einmal die Verwurzelung deiner Füße. Wenn du nun mit deinem Finger den Rückweg des Labyrinthes antrittst, bleibe mit deinen Füßen fest am Boden und spüre den Tag über immer wieder deine Verwurzelung.

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