Labyrinthe

Fingerlabyrinth und Achtsamkeit

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Wie oft sitzen wir bei der „schnellen Tasse Tee“ – zwischendurch.
Die Gedanken schwirren umher, sind bei den Aufgaben, die heute vor uns liegen, den Menschen, die uns nahe stehen, den Sorgen, die uns begleiten.

Entspannung bei einer Tasse Tee? – Nicht wirklich, oder?

Das Fingerlabyrinth hilft, die Alltagsroutine zu unterbrechen, von all diesen Gedanken abzuschalten und uns einen Moment der Ruhe zu gönnen.
Am bestens liegt das Fingerlabyrinth griffbereit in der Wohnung. Zusätzlich zu unserem Tee oder Kaffee nehmen wir es zur Hand und tasten mit dem Finger den Weg zur Mitte. Weil der Weg anders ist, als zuerst vermutet, konzentrieren wir uns und lassen alle störenden Gedanken fallen. Eine freudige Erwartungshaltung stellt sich ein, wir wollen die Mitte erreichen.
Das macht Spaß und kann zu einem kleinen Alltagsritual werden:

Dieser Moment gehört mir – ich möchte im „Hier und Jetzt“ ankommen, Kraft tanken.

Das Fingerlabyrinth hat den gleichen Weg wie ein Labyrinth. Beide entwickeln eine eigenen Dynamik. Seine Wendungen und Richtungswechsel führen uns weg von der Mitte, obwohl wir zuerst denken, wir hätten das Ziel bereits erreicht. Aber weit gefehlt – der Weg führt uns an den äußeren Rand, wir verlieren die Mitte aus den Augen. Im Gehen spüren wir manchmal ein Stocken, ein Innehalten oder wir möchten am liebsten umkehren, aufhören. Doch dann landen wir unverhofft in der Mitte.
Beim Fingerlabyrinth ertasten wir den Weg, indem wir das Holz unter unserem Finger spüren. Wir nehmen den Weg körperlich wahr, vielleicht erscheint uns eine Wendung besonders spitz oder wir führen die Hand plötzlich wieder zurück zum Anfang.
Wir beginnen zu lächeln, weil es Spaß macht.
Im Gegensatz zu einer Kugelbahn, die hauptsächlich unsere Konzentration fördert, hilft uns diese körperliche Wahrnehmung, besser zu entspannen. Körper und Seele beeinflussen sich immer gegenseitig, so können wir unserer Gemütsverfassung ein positives Signal geben. Denn nicht nur der Kopf mit seinen Gedanken, sondern alle Sinne sind bei diesem kurzen Ritual beteiligt.
Gelassenheit stellt sich ein und mit einer neu gewonnenen inneren Ruhe nehmen wir den Impuls der Achtsamkeit mit in den Alltag.
Dieser Moment stärkt uns, jedem Augenblick mehr Aufmerksamkeit zu schenken und den Alltagsstress souverän zu meistern.

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